Und ab in die Grundschule – war ich ein Streber?!

Mit 6 ½ Jahren (damals im Jahre 1993?) wurde ich dann eingeschult und hatte wohl den kürzesten Schulweg den ich mir hätte träumen können. Ich kam in die gleiche Klasse wie Nicole. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich einen weiß-lila-farbenen McNeill Ranzen hatte zusammen mit dem passenden Turnbeutel, der Sporttasche und natürlich dem Mäppchen. Unser 1. Klasse Maskottchen hieß Habakuk, ich hab euch hierzu mal ein Bild aus dem World Wide Web rausgesucht:

 

 

 

 Meine Familie hat sich oft gewundert warum Nicole und ich immer die letzten waren die aus der Schule kamen… Ganz einfach: wir haben jeden Tag vor dem Lehrerzimmer gewartet, damit uns die Lehrer zusätzliche Hausaufgaben kopieren, weil wir so gerne gelernt haben… Aus heutiger Sicht betrachtet echt verrückt…

 

 

In der Grundschule gab es eigentlich jedes Jahr was Neues:

 

erste Klasse: zwei Klassen

 

zweite Klasse: eine Klasse und neue Lehrerin

 

dritte Klasse: immer noch eine Klasse aber anderer Lehrer

 

vierte Klasse: wieder zwei Klassen und anderer Klassenlehrer

 

 

In der zweiten Klasse lernte ich dann auch neue Freundinnen kennen, aber Nicole kam jeden morgen vor der Schule zu mir und dann sind wir zusammen zur Schule gelaufen. Einmal... wir sind ja immer durch den Keller aus dem Haus gegangen. Hatte Nicole wohl keine Lust auf Schule oder es ging ihr einfach nicht gut… Naja, auf jeden Fall gab es eine große Sauerei in unserem Flur im Keller :P Nicole wurde dann wieder von ihrer Oma abgeholt (die Oma hat sie jeden morgen zu uns gebracht, damit wir zusammen in die Schule konnten) und ich musste alleine in die Schule.

 

 

Da mein Opa, der neben uns wohnte immer wieder Schweine zum selbst schlachten großgezogen hatte und später auch mal eine Runde Schlachthasen gezüchtet hat, war es nicht immer sooo lecker morgens durch den Holzschopf und Garten in die Schule zu laufen. Hin und wieder hingen dann nämlich tote, gehäutete Hasen im Holzschopf zum ausbluten und ich musste darunter durch laufen -.-

 

 

Im nächsten Eintrag erzähl ich euch noch ein bisschen was zur Grundschule und vom Schweineschlachten aber die light Version aus den Augen eines Kindes – das ist weniger ekelig

 

24.4.14 10:31, kommentieren

Die Kindergartenzeit ...

In meinem letzten Eintrag hab ich euch meine ersten 3 ½ Jahre kurz zusammengefasst jetzt sehen wir mal wie weit wir heute kommen

 

Nach dem ich mir von Frederike also einen Freund für meine Mama aussuchen durfte, bestand ich natürlich darauf, dass wir auch so oft wie nur irgendwie möglich auch zu ihm fahren und ihn besuchen. Wenn er also nicht zu uns kam um uns zu besuchen, so sind wir dann eben am Wochenende die 40 km zu ihm gefahren. Später hab ich meine Mama mal gefragt ob sie damals schon irgendwie was für ihn empfunden hatte und sie sagte mir dann, dass sie ihn damals zwar nett fand aber nie gedacht hätte was sich daraus so alles entwickeln würde. Sprich irgendwann waren sie dann ein Paar und er für mich dann schon eine Art Ersatzpapa.

 

Mein Ersatzpapa hat zu der Zeit noch BWL studiert doch durch den Hausbau, musste irgendwie auch mehr Geld rein als das was meine Mama als ungelernte Bankkauffrau verdiente. Also hat der Ersatzpapa kurz vor seiner Diplomprüfung sein Studium abgebrochen und angefangen LKW zu fahren. Das war mit Ende 20 sprich in dem Alter in dem ich heute bin…

 

Seit der Trennung meiner Mama und meines Erzeugers (ja ich werde an diesem Ausdruck weiter festhalten, im Laufe der Erzählung wird es vielleicht dem ein oder anderen ersichtlich warum) war ich jedes zweite Wochenende bei meinem Erzeuger und seiner neuen Lebensgefährtin Sybille zusammen mit meiner Schwester Ines aus erster Ehe meines Erzeugers. Er ist sehr oft umgezogen, aber ich weiß, dass er mittlerweile in meinem Nachbarort wohnt jedoch habe ich die letzten 12 Jahre keinen Kontakt mehr zu ihm und das war mein Wunsch. Ab auch hierzu später mehr.

 

Ich war nun ein Kind und ging somit auch in den Kindergarten. Dort habe ich dann meine erste beste Freundin Nicole und meine Sandkastenliebe Manuel (wir haben damals sogar geknutscht!!!) kennengelernt. Nicole sehen uns heute noch ab und zu aber durch die Zeit und die unterschiedlichen Interessen werden aus besten Freunden einfache Freunde, aber das ist auch okay… Durch eine Art Verlassensängste vermutlich bedingt durch eine vollzeit-arbeitende Mama und der Tatsache bei den Großeltern aufzuwachsen war es morgens nicht immer leicht, wenn ich im Kindergarten abgegeben wurde. Ich hatte auch ab und an so schlimm geweint und wohl auch hyperventiliert bis ich mich vor Aufregung im Kindergarten übergeben habe. Das hat sich dann allerdings mit den Jahren irgendwann gelegt…

 

Im Laufe meiner Kindergartenzeit hat meine Mama dann auch mit Hilfe von Familie und Freunden das Haus fertig gebaut. Der obere Stock wurde als 3ZKB-Wohnung vermietet. Mama und Ersatzpapa sind dann in Erdgeschoss und Keller gezogen ich selbst hab ein Zimmer im Keller neben dem Hauptschlafzimmer bekommen. Jedoch hab ich nur wenn einer von beiden nicht arbeiten war dort geschlafen, ansonsten war ich wie gesagt bei den Großeltern, aber die haben ja direkt neben uns gewohnt.

Wenn ihr wissen wollt wie es weitergeht... Tja, dann müsst ihr auf meinen nächsten Eintrag warten

Liebe Grüße

Natz

22.4.14 09:47, kommentieren